Stein-Bildhauen

Steinbildhauen als meditatives Klang-Rhythmus-Erleben

Der recht einfach zu bearbeitende Sandstein bietet sich besonders gut an, eigne, erste Erfahrungen im Bildhauen zu machen. Seine Quarz-Sand-Verbindung ist weich genug, um Formen heraus- bzw. hereinzuarbeiten und hart genug, um gegenüber dem handwerklichen Schlag einen relativen Widerstand zu leisten.

Wenn wir uns auf einfache Formen „einlassen“, wie z.B eine Schale, ein Ei oder eine Kugel, so können wir durch gleichmäßiges Hämmern einen gewissen Meditationszustand erreichen. Der Fäustel trifft immer wieder im selben Rhyhtmus auf das Eisen und dieser punktiert den Stein. Lassen wir das Spitz- oder Flacheisen relativ locker durch unsere Hand gleiten, so entsteht ein Spiel zwischen Fäustel, Eisen und Stein. Der langsamere oder schnellere Rhythmus passt sich unserem Herzschlag an und so können wir die Oberfläche des Steines langsam kreisend bearbeiten.

Wo die Exaktheit einer Kugel gefragt ist, legen wir ab und an eine Schablone an. Wo wir die Freiheit einer organischen Form wählen entsteht fast von selbst eine „gespannte Fläche“ im dreidimensionalen Raum.

Für eine Kugel können wir drei, vier oder fünf Tage benötigen, je nach Durchmesser und Feinheit der Oberfläche. Ebenso sind wir frei in der Ausbildung der Tiefe einer Schale oder in einer erhaben fliessenden Form.

Zu dem eigenen „Klang-Rhythmus-Erleben“ verstärkt die sich übende Betätigung in der Gruppe den Meditationsprozess. Tägliches Üben von zwei bis drei Stunden schaffen um die Gruppe einen erweiterten akustischen Klangkörper, ähnlich den Obertönen in der Musik.
Der nächste Kurs hierzu wird von mir in Kooperation mit einer Woche "Themenferien" von Anja und Peter Pujmann in der Zeit vom 15 - 22. Juni 2012 angeboten.
Bei Interesse bitte unter Telefon Nr. 06594 - 883 melden.